Information zu Außerschulischen Angeboten

Was gilt bei Gruppenstunden, Maßnahmen und Projekte

Jeder Träger braucht ein Schutz- und Hygienekonzept für die Angebote (Gruppenstunden, Ausflüge und Ausfahrten, Ferienprogramm usw.). Nutzt man für die Angebote auch Einrichtungen (Jugendzentren, Jugendherbergen usw.) von anderen Trägern muss man sich über das dortige einrichtungsbezogene Schutz- und Hygienekonzept informieren.  

Sind dort strengere Vorschriften als in dem eigenen angebotsbezogenen Schutz- und Hygienekonzept vorgesehen (oder umgekehrt), dann gelten die strengeren Regelungen. In Angeboten der Jugendarbeit kann nicht immer sichergestellt werden, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern jederzeit gewährleistet ist. Umso mehr empfiehlt es sich, in Pandemiezeiten entsprechende Schutzmaßnahmen vorzuhalten: 

Empfehlung:  

  • Durchführen oder Kontrollieren von aktuellen Tests (z. B. Nachweis von  aktuellen Tests aus dem Schulbetrieb, Schnelltests) 
  • Nutzung von zugelassenen Apps zur Kontaktnachverfolgung  
  • Oberste Maßgabe ist immer das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern.  
    • Wenn dieses erwartbar nicht eingehalten werden kann, besteht – vorbehaltlich  der speziellen Regelungen für Sport, Beherbergung, Gastronomie usw. –  gem. § 20 Abs. 2 S. 1, Abs. 1 S. 2 der 12. BayIfSMV Maskenpflicht. 
    • Am Platz besteht bei Präsenzveranstaltungen grundsätzlich Maskenpflicht. Hinweis zur Maskenpflicht: § 20 Abs. 2 S. 1, Abs. 1 S. 2 der 12. BayIfSMV ordnen grundsätzlich nur eine „einfache“ Maskenpflicht an, sodass nach § 1 Abs. 2 S. 1 eine Mund-Nase-Bedeckung oder eine medizinische Gesichtsmaske ausreicht. 
    • Für Hauptberufliche schreibt § 3 Corona-ArbSchV aber mindestens medizinische Gesichtsmasken oder FFP2- Masken vor.
        
    • Empfehlung: Wegen des besseren Schutzes für alle empfiehlt der BJR, dass  das jeweilige Schutz- und Hygienekonzept generell eine FFP2-Maskenpflicht  vorsieht.  
  • Gruppenstunden möglichst in größeren Räumen oder draußen abhalten, wo ein größerer Abstand möglich ist. 
  • Auf Methoden mit Körperkontakt verzichten.  
  • Digitale Möglichkeiten weiterhin nutzen. 
  • Ehrenamtliche Betreuungspersonen in der Kinder- und Jugendarbeit bei Bedarf ebenfalls über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 34 IfSG informieren. Dies kann sinnvollerweise in Gruppenleiter_Innenschulungen oder ähnlichen Zusammenkünften erfolgen.  
  • Gute und regelmäßige Handhygiene, Klärung der jeweiligen Möglichkeiten am Veranstaltungsort, ggf. die notwendigen Bedingungen organisieren. 
  • Hust- und Nies-Etikette jederzeit von allen Personen sicherstellen. 
  • Gruppendurchmischungen sollten soweit möglich vermieden werden.  
  • Bei wiederkehrenden Gruppen sollten kleine und fest etablierte Gruppen gebildet werden, für die jeweils feste Betreuer_innen zuständig sind. 
  • Möglichst auf weit entfernte, d. h. mit langen Anreisen verbundene Veranstaltungsorte verzichten. 
  • Prüfen, welches Verkehrsmittel für die Anreise im Hinblick auf den Gesundheitsschutz die besten Bedingungen bietet, ansonsten nur Privatanreise zulassen.  
    • Die Maskenpflicht gilt auch im Fahrzeug, insbesondere weil dort die Abstände nicht eingehalten werden können. Als Fahrer_in hat man darauf zu achten, dass das Gesicht nur so verhüllt ist, dass man weiterhin identifiziert werden kann – insbesondere die Augen müssen noch erkennbar sein. Zudem darf die Sicht nicht beeinträchtigt sein, etwa durch Beschlagen der Brille. 
  • Ausreichende Lüftung, v. a. in geschlossenen Räumen.  
  • Bei mehrtägigen Angeboten mit Übernachtung wie Zeltlager, Übernachtung in Jugendbildungsstätten usw. (wenn diese zulässig sind) sind zusätzlich die Vorgaben für Beherbergung aus der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und dem Hygienekonzept Beherbergung zu beachten. 

Insbesondere sind die folgenden Angebote in der außerschulischen Jugendbildung i. S. v. § 11 Abs. 3 Nr. 1 SGB VIII möglich: 

  • Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Jugendzentrum mit pädagogischer Begleitung 
  • Angebote von Jugendverbänden, z. B. Gruppenstunden von Jugendverbänden mit ausgebildeten Jugendleiter_innen 
  • Angebote der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit/Streetwork durch Fachkräfte 
  • Angebote der Aktivspielplätze nur mit pädagogischer Begleitung 
  • Ferienprogramme ohne Übernachtung in Verantwortung von kommunaler und gemeindlicher Jugendarbeit, Jugendringen, Jugendverbänden und weiteren anerkannten freien Trägern der Jugendarbeit 

Nicht erlaubt sind aktuell: 

  • Rein geselliges Zusammensein 
  • Vermietung/Verleih von Jugendräumen an Jugendliche für private Veranstaltungen (z. B. Partys, Feiern, Geburtstage etc.) 
  • Öffnung von Bauwägen und -hütten und sonstigen selbstorganisierten Räumen o. ä. ohne pädagogische Begleitung oder Begleitung durch ehrenamtliche Jugendleiter_innen 
  • Feiern, Konzerte, Disko, Theater, Filmvorführungen generell – auch in Einrichtungen der Jugendarbeit 
  • Private Zusammenkünfte von Gruppen auf Spielplätzen außerhalb der allgemeinen Kontaktbeschränkungen      

Sport und Musikalische bzw. Vergleichbare Angebote  

Hinweis: Bei sportlichen und musikalischen bzw. vergleichbaren Angeboten sind die entsprechenden Sonderregelungen zu beachten. Speziell bei sportlichen Angeboten (neben klassischer Sportausübung beispielsweise auch Bewegungs- oder Spielangebote von offenen Treffs o. ä.) sind einige Sonderregelungen zu Höchstteilnehmerndenzahl und Testpflicht zu beachten.  

  • Wenn ihr Indoor-Sport anbieten wollt, gelten dazu noch die Rahmenbedingungen vom Landkreis bzw. Der kreisfreien Stadt, insbesondere bezüglich des Schutzes – und Hygienekonzept.  

Übernachtungen ab dem 21. Mai 2021 

  • Übernachtungen (insbesondere auch Jugendherbergen und Campingplätze als auch freie Zeltlager) mit Testnachweisen nach § 27 Abs. 1 Nr. 4 der 12. BayIfSMV.  
  • Voraussetzung ist zusätzlich, dass die Teilnehmenden bei der Anreise sowie jede weiteren 48 Stunden über einen Testnachweis eines vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen POC-Antigentests, Selbsttests oder PCR-Tests in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Ergebnis verfügen und vorlegen.  
  • Zusätzlich sind unbedingt die örtlichen Rahmenbedingungen vom Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt, insbesondere zum Schutz- und Hygienekonzept, zu beachten.  

Weitere Informationen entnimmt ihr bitte aus dem folgenden Link: 
https://www.dehoga-corona.de/auflagen-praxishilfen/verordnungen-der-bundeslaender/bayern/

Verpflegung im Außenbereich 

  • Gilt dann, wenn die Teilnehmenden einen vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen POC-Antigentest, Selbsttest oder PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Ergebnis vorlegen.  
  • Zusätzlich sind unbedingt die örtlichen Rahmenbedingungen vom Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt, insbesondere zum Schutz- und Hygienekonzept, zu beachten.