Leshono

Viele junge Geflüchtete mit (assyrischem) Migrationshintergrund haben aufgrund ihrer mangelnden Sprachfähigkeiten und dem mangelnden Wissen gesellschaftlicher Werte in Deutschland Schwierigkeiten im Alltag. Dementsprechend ist es für diese Kinder und Jugendliche schwierig sich in der Jugendverbandsarbeit einzubringen.

Die Behebung dieses Problems wird im Projekt „LESHONO – Integration in die Jugendverbandsarbeit“ angegangen und begann im Juni 2019.

Die erste Idee bestand darin, einen klassischen Sprachkurs anzubieten. Jedoch wurde dies durch die Idee erweitert, den Fokus nicht auf die Sprachlehre zu setzen, sondern vielmehr auf die spielerische, moderne und alltagstaugliche Gestaltung dessen, d. h. ein Konversationsbuch mit QR-Code, Theaterstücke, Tanz und Musik, um eine breitere Masse an Kindern/Jugendlichen zu erreichen. Hierbei arbeiten wir mit unserer Partnerorganisation „Bet Kanu“ aus Syrien zusammen, welche für die Erstellung des Konversationsbuches zuständig sind.

Im regelmäßigen Zyklus finden Gruppenstunden statt, bei denen spielpädagogische Maßnahmen zum Einsatz kommen um die Thematik des Konversationsbuches „Gemeinsamkeiten und Unterschiede – die deutsche und assyrische Kultur treffen aufeinander“ zu erarbeiten. Dies trägt zur Sensibilisierung für die Notwendigkeit von transkulturellen Öffnungsprozessen und zum Abbau von Vorurteilen bei. Dadurch wird den Jugendlichen mit Migrationshintergrund parallel der selbständige Umgang in der Jugendarbeit gelehrt.

Durch dieses Angebot verspürt der AJM-Bayern bereits einen Zuwachs in seinen Ortsgruppen und öffnet die Tore für Kinder und Jugendliche aus beispielsweise der syrisch-katholischen Gemeinde in Augsburg, die sich auch interessiert und engagiert an diesem Projekt beteiligen.

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